Sportakrobatik

Willkommen im Portal zur Sportakrobatik in Niederösterreich!

Was ist Sportakrobatik?

Das ist Teamwork – Balance - Dynamik! Die Verbindung von akrobatischen Fähigkeiten mit tollen Choreographien macht die Besonderheit in der Sportakrobatik aus und begeistert Zuschauer und Aktive gleichermaßen. Sportakrobatik ist weltweit verbreitet sowohl als Wettkampfsport, wie auch als Show-Akrobatik.

Akrobatik ist mit 4300 Jahren die weltweit älteste Form des Turnsports, erste überlieferte Wurzeln gehen auf ca 2300 vC in Ägypten zurück. Zur weltweit verbreiteten Sportart entwickelte sich die Akrobatik vorwiegend über die Zirkusartistik.

Wettkampf und Leistungssport

Es gibt 5 Wettkampfdisziplinen: Damenpaar (W2), Herrenpaar (M2), Gemischtes Paar (MX), Damengruppe (W3), Herrengruppe (M4). Mit Ausnahme der Herrengruppe werden in diesen Disziplinen auch Staatsmeistertitel in Österreich in der Elite vergeben. Die Sportakrobatik ist jedoch nicht olympisch. 

Show-Akrobatik

Sportakrobatik-Elemente in Shows und Aufführungen zu nutzen, ist eine Idee, die nicht nur im Zirkus zu sehen ist. In vielen Turnvereinen finden sich Showgruppen, die auch auf Partnerelemente aus der Sportakrobatik zurückgreifen. Dabei ist fast alles möglich. Man kann Menschenpyramiden mit vielen Personen bauen. Klassische Elemente der Sportakrobatik können von allen Turner:innen gleichzeitig gezeigt werden. Es können Elemente mit unterschiedlichen Höhen ausgesucht werden, so dass vorne niedrige Elemente zu sehen sind und weiter hinten höhere. Ob für das Vereinsfest oder die Schulaufführung oder die Reise zur Gymnaestrada: Die treibende Kraft stellt die Gemeinsamkeit der Übung und der gemeinsame (Trainings-) Spaß und Erfolg dar. Ein wenig Platz und ein paar Matten genügen schon, um damit zu beginnen.

Einsteiger- und Schulprogramm Akro4Kids

Sportakrobatik ist nicht nur ein Leistungssport, sondern vieler Orts anzutreffen. Der Elternteil, der sein Kind „fliegen“ lässt, betreibt ebenso Akrobatik wie ein:e Sportlehrer:in, die/der die Schüler:innen aus sozialpädagogischen Gründen menschliche Pyramiden bauen lässt. Für den Einsteiger und den Schulbetrieb gibt es mit Akro 4 Kids ein eigenes sehr einfach und motivierend gestaltetes Programm. Wie in anderen Schulsport-Programmen können bei Akro 4 Kids sowohl Leistungsabzeichen (in Gold-Silber-Bronze) erarbeitet als auch Schulwettkämpfe durchgeführt werden. Alle Details: www.akro4kids.at

Was braucht's?

Teamwork

Sportakrobatik wird zu zweit, zu dritt oder zu viert geturnt. Dieser Sport ist für Mädchen und Burschen und für Frauen und Männer.

In der Sportakrobatik ist der Körper das Gerät. Eine Übung ist nur mit zwei oder mehr Personen möglich, deren individuelles turnerisches Können, sowie deren kooperative Fähigkeiten gefragt sind. Die Sportler und Sportlerinnen müssen körperlich und psychologisch sehr nah zusammen arbeiten können. Eine Formation besteht aus einer Oberpartnerin oder einem Oberpartner und einem oder mehreren Unterpartner:innen. Bei den Partnerelementen steht die/der Oberpartner:in meist im Blickpunkt. Diese:r kann aber nur so viel leisten, wie vom / von der Unterpartner:in ermöglicht wird.

Die/der Unterpartner:in ist kein Sportgerät, sondern ein Mensch mit allen Stärken und Schwächen. Zu einer Übung gehört also großes Vertrauen auf die Fähigkeiten der/des Unterpartner:in. Diese:r muss das Element ausbalancieren oder bei Tempo-Elementen die/den Oberpartner:in fangen. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit müssen sich die Partner:innen respektieren. Sie müssen verstehen, dass sowohl der Mut und die Flexibilität der/des Oberpartner:in als auch die Kraft und die Sicherheit der Unterpartner:innen für das Gelingen des Elements erforderlich sind.

Balance

Kraft, Stabilität und Beweglichkeit sind bei Balanceelementen gefragt. Sowohl Partnerelemente als auch individuelle Elemente sollen diese Fähigkeiten der Sportler:innen zeigen. Von Beginn an wird daher sowohl die Kraft als auch die Beweglichkeit trainiert.

Dynamik

Die Dynamik in der Sportakrobatik wird am besten durch Tempo-Elemente charakterisiert. In einem gemeinsamen Bewegungsablauf werden von Ober- und Unterpartner:innen jene Kräfte aufgebaut, die es den Unterpartner:innen erlauben, die Oberpartner:innen hoch zu werfen und ihr Können zu zeigen. Beendet ist das Element aber immer erst mit der sicheren Landung. Diese kann auf dem Boden erfolgen oder auch in einer statischen Fangposition enden (Oberpartner:innen werden von Unterpartner:innen gefangen).

Bewertung

In einer Wettkampfkür werden sowohl Partner- als auch Individualelemente gezeigt. Die Übung ist durchgehend choreografisch gestaltet und wird zu Musik geturnt. Je nach Wettkampfklasse wird eine kombinierte Übung mit Tempo- und Balance-Elementen gezeigt oder eine eigene Balancekür und eine eigene Tempokür. Die Wettkampf-Übung wird auf einer 12x12 m großen Bodenfläche gezeigt, in der Kinderklasse auch 6x12m.

Das Wertungsgericht besteht aus je drei bis vier Artistik- und Technik-Wertungsrichter:innen, einer oder zwei Schwierigkeits-Wertungsrichter:innen und einer/einem Haupt-Wertungsrichter:in.

Die technische Ausführung der Partner- und Individualelemente wird mit Abzügen von einem Ausgangswert von 10 beurteilt und geht mit dem Faktor zwei in die Wertung ein. Die artistische Gestaltung und Ausführung wird je nach Qualität mit 5 bis 10 Punkte bewertet.

Quelle und weitere Infos: Turnsport Austria